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Dicke Beats ab der 5. Stunde

Rubi gibt Konzert für den Bonaventura-Campus

Für 1300 Schülerinnen und Schüler begann die Pause an diesem Tag anders als sonst. Auf dem neuen Vorplatz des Bonaventura-Campus, wo sonst Schüler an der frisch gebauten Mensa und Dreifachturnhalle vorbeieilen, stand eine Bühne. Als Rapperin Rubi das Mikrofon in die Hand nahm, war klar, dass das kein normaler Schulvormittag werden würde.

Die Beats waren bis in die Innenstadt zu hören. Wer vorne stand, wollte nicht mehr weg, wer hinten stand, reckte den Hals. Rubi rappte, die Menge tanzte, und der Vorplatz des Bonaventura-Campus wurde kurzerhand zur Live-Stage unter freiem Himmel. Genau solche Erlebnisse will das Schulwerk der Diözese Augsburg mit seiner Schultour an mehrere Standorte bringen: Momente, die bleiben und über den Unterricht hinaus wirken. Dass ausgerechnet Rubi dabei ist, die bürgerlich Leona Ruben heißt, in Augsburg aufgewachsen und dort selbst Schülerin am Maria-Ward-Gymnasium war, gab dem Ganzen eine besondere Note.

„Ich fand es cool, wir kennen Rubi schon von der WWK-Arena, da ist sie auch schon aufgetretten. Danke an Rubi, dass Sie sich extra für uns Zeit genommen hat und an unsere Schulwerksschulen kam“, sagte Zoey aus der Klasse 5b. Elias aus der Klasse 5b ergänzte: „War in Ordnung, mal kein Unterricht zu haben.“

Rubi ließ es während des Auftritts nicht bei Musik. „Macht euren Abschluss, macht euer Abi, aber verwirklicht euch dabei auch selbst! Und bleibt euch selber treu.“, bestärkte sie die Schülerinnen und Schüler aller vier Schulwerksschulen in Dillingen am St.-Bonaventura-Campus. Mit assyrischen Wurzeln, mit „God first“ in den Lyrics und einem Sound, der klar ihr eigener ist, hat sie einen Weg eingeschlagen, der ihr gehört. Genau das gab ihrer Botschaft an diesem Tag Gewicht. Schulwerksdirektor Peter Kosak sieht darin keinen Zufall: „Schöner kann man kaum zeigen, was unsere Schulen wollen: keine Lebensläufe formatieren, sondern Persönlichkeiten ermöglichen. Dass dabei manchmal Charts-Platzierungen herauskommen, umso besser. Das ist Heimspiel im besten Sinn. Und Heimspiele darf man auf dem Pausenhof laut feiern!“